Aktuelles : Einfuhrabgaben und Einfuhrumsatzsteuer im Zolllagerverfahren
2012/6/25 15:50:30 (2264 reads)

Einfuhrabgaben und Einfuhrumsatzsteuer im Zolllagerverfahren

Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeiten, die ein Zolllager bietet. Dieses Verfahren dient vor allem zwei Funktionen:
a) Transitfunktion: wenn Waren in die Europäische Gemeinschaft eingeführt oder gelagert und anschließend wieder ausgeführt werden sollen;
b) Kreditfunktion: wenn Waren in die Europäische Gemeinschaft eingeführt oder gelagert und erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden sollen, da die Einfuhrabgaben (Zölle, Einfuhrumsatzsteuer) erst bei der Auslagerung fällig werden.



Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeiten, die ein Zolllager bietet. Dieses Verfahren dient vor allem zwei Funktionen: a) Transitfunktion: wenn Waren in die Europäische Gemeinschaft eingeführt oder gelagert und anschließend wieder ausgeführt werden sollen; b) Kreditfunktion: wenn Waren in die Europäische Gemeinschaft eingeführt oder gelagert und erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden sollen, da die Einfuhrabgaben (Zölle, Einfuhrumsatzsteuer) erst bei der Auslagerung fällig werden. Das private Zolllager des Typs D ist dabei das allgemein übliche.  Sollen die Zolllagerwaren wieder ausgeführt werden, ist bei einer in der Bewilligung genannten Zollstelle eine Zollanmeldung für das Ausfuhrverfahren abzugeben. Es ist erlaubt, in einem Zolllager übliche Behandlungen durchzuführen, wenn diese vom zuständigen Hauptzollamt vorher zugelassen werden. Übliche Behandlungen sind z.B. Verpacken, Auspacken, Umpacken der Waren oder Testen, Einstellen und Herstellen der Betriebsfertigkeit von Maschinen. Darüber hinaus können die Zolllagerwaren unter bestimmten Voraussetzungen bis zu drei Monate aus dem Zolllager vorübergehend entfernt werden (z.B. für Demonstrationszwecke), wenn dies vom Hauptzollamt vorher zugelassen wurde. Neben Zolllagern gibt es auch Umsatzsteuerlager, welche noch weitergehende umsatzsteuerliche Vergünstigungen ermöglichen; allerdings sind diese gesetzlich nur für sehr spezifische Warengruppen vorgesehen.


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