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Wann ist die private Pkw-Nutzung eine vGA?
18.05.2009 11:41 (3690 x gelesen)

Bei der privaten Pkw-Nutzung durch den Gesellschafter-Geschäftsführer gewinnt die Abgrenzung zwischen betrieblicher und gesellschaftlicher Veranlassung enorm an Bedeutung. Denn ist die private Pkw-Nutzung betrieblicher Natur, wird diese als Arbeitslohn deklariert. Ist sie dagegen gesellschaftlich veranlasst, liegt ein vGA vor.



Private Pkw-Nutzung des Gesellschafter-Geschäftsführers - eine vGA?

Dies führt zu der Frage, welches die entscheidenden Kriterien sind, die eine gesellschaftliche bzw. eine betriebliche Veranlassung kennzeichnen. Eine Antwort findet sich in der Rechtsprechung des BFH. Dieser sieht zumindest für beherrschende Gesellschafter eine gesellschaftliche Veranlassung einer privaten Pkw-Nutzung als gegeben an, wenn es an einer vertraglichen Vereinbarung fehlt. Analog soll dies auch für die vertragswidrige Pkw-Nutzung gelten.

Die Abgrenzung ist somit klar umrissen. Allerdings räumt das BFH-Urteil vom 23.04.2009 des VI. Senats einen gewissen Spielraum bei der Abgrenzung für die unbefugte private Nutzung des Pkws ein. Denn wird die vertragswidrige Nutzung nicht von der Kapitalgesellschaft unterbunden, kann sich dies sowohl im Gesellschafterverhältnis als auch im Arbeitsverhältnis begründen. Eine Zuordnung als Arbeislohn oder vGA ist somit nicht mehr so leicht möglich und bedarf einer wertenden Betrachtung im Einzelfall. Auch wenn dieses BFH-Urteil keine Kriterien benennt, nach denen die wertende Betrachtung vorzunehmen ist, so ist es immerhin eine Aufweichung der bisherigen starren Auffassung des BFH, dass bei einer nicht rechtmäßigen Privatnutzung immer eine vGA anzunehmen ist.

Die Erläuterung des oben dargestellten steuerlichen Tatbestandes dient lediglich der Sensibilisierung für diese Problematik. Eine steuerliche Beratung kann dadurch nicht ersetzt werden.
   

 

 


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