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Rechnungskorrektur und Gutschrift - ein kurzer Überblick über die aktuelle...
12.09.2014 11:19 (10412 x gelesen)


Rechnungskorrektur und Gutschrift - ein kurzer Überblick über die aktuelle Rechtslage für den sicheren Umgang im Praxisalltag

Ohne eine formell ordnungsgemäße Rechnung kann das Finanzamt den Vorsteuerabzug versagen. Um dies zu verhindern, sollte jede Eingangsrechnung auf die korrekte Einhaltung der gesetzlichen Formanforderungen nach § 14 Abs. 4 UStG überprüft werden, wie z.B. vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers oder in Fällen des Reverse-Charge-Verfahrens die Angabe „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“. Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen den drei folgenden Fällen:



Fehler bei der Ausstellung von Rechnungen passieren in den modernen Zeiten eines hektischen Berufsalltags jedoch leicht und häufig, so dass diese Rechnungen korrigiert werden müssen. Eine Korrektur ist zwingend erforderlich, wenn die Rechnung nicht alle gesetzlich notwendigen Angaben enthält oder diese Angaben unzutreffend sind. Es muss jedoch nicht eine komplett neue Rechnung ausgestellt werden. Es müssen nur die fehlenden oder falschen Angaben durch ein Dokument, das spezifisch und eindeutig auf die betreffende Rechnung bezogen ist, berichtigt werden. Dies ist auch der Fall, wenn in diesem Dokument die fortlaufende Nummer der ursprünglichen Rechnung angegeben ist; eine neue Rechnungsnummer für dieses Dokument ist nicht erforderlich. Für das Korrekturdokument gelten dieselben formalen und inhaltlichen Anforderungen wie für Rechnungen, z.B. kann daher auch die Berichtigung per E-Mail erfolgen.

Wenn alternativ eine neue Rechnung ausgestellt wird, ist unbedingt darauf zu achten, dass die alte Rechnung für ungültig erklärt wird. Dies geschieht in der Regel durch Ausstellung einer Stornorechnung. Anderenfalls schuldet der leistende Unternehmer die Umsatzsteuer sowohl aus der alten als auch aus der neuen Rechnung, also gleich zweimal gegenüber dem Finanzamt. Die Rückgabe der ursprünglichen Rechnung durch den Leistungsempfänger ist jedoch nicht erforderlich.

Besonderheiten gelten bei Dauerschuldverhältnissen (z.B. Mietverträge), bei denen ohne gesonderte Rechnungstellung nur auf die Vertragsunterlagen verwiesen wird, und in den Fällen der Gutschrift. Bei dem Begriff Gutschrift handelt es sich um eine neue gesetzliche Rechnungspflichtangabe. Wird über eine umsatzsteuerliche Leistung nicht vom leistenden Unternehmer, sondern vom Leistungsempfänger abgerechnet, hat diese Rechnung zwingend den Begriff „Gutschrift“ zu enthalten. Fehlt dieser Begriff auf der Gutschrift, steht dem Gutschriftaussteller und gleichzeitigem Leistungsempfänger kein Vorsteuerabzug zu.

Gleichwohl ist der Vorsteuerabzug des Leistungsempfängers nicht allein wegen begrifflicher Unschärfen zu versagen, wenn die gewählte Bezeichnung hinreichend eindeutig ist (z. B. Eigenfaktura), die Gutschrift im Übrigen ordnungsgemäß erteilt wurde und keine Zweifel an ihrer inhaltlichen Richtigkeit bestehen. Die Finanzverwaltung hatte sich hierzu im BMF-Schreiben vom 25.10.2013 geäußert und erklärt, dass der identische Begriff in einer anderen Amtssprache ebenfalls zulässig ist (z.B. Self-billing). Das BMF-Schreiben enthält eine Tabelle mit den gängigen Sprachfassungen.

Die im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnete Stornierung oder Korrektur der ursprünglichen Rechnung als Gutschrift (sog. kaufmännische Gutschrift) ist keine Gutschrift im umsatzsteuerrechtlichen Sinne. Wird in einem solchen Dokument der Begriff „Gutschrift” verwendet, obwohl keine Gutschrift im umsatzsteuerrechtlichen Sinne vorliegt, ist dies umsatzsteuerlich unbeachtlich.


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