Neuerungen beim Investitionsabzugsbetrag ab 2020 zur Förderung kleiner und mittlerer Betriebe

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Der Investitionsabzugsbetrag ermöglicht zukünftige Abschreibungspotentiale aus Anschaffungskosten in den Zeitraum vor der Anschaffung des betreffenden Wirtschaftsgutes zu legen. Die Zugangsvoraussetzungen für die Inanspruchnahme wurden nun vereinheitlicht und um längerfristig vermietete Wirtschaftsgüter erweitert.

Was ist der Investitionsabzugsbetrag?

Der Investitionsabzugsbetrag berechtigt den Steuerpflichtigen, Anschaffungskosten für bewegliche Güter des Anlagevermögens bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnmindernd in einer maximal dreijährigen Vorperiode vor der Anschaffung abzuziehen. Zudem können im Jahr der Anschaffung Sonderabschreibungen in Höhe von bis zu 20% der Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen werden. Hierdurch soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen ein Anreiz für größere betriebliche Investitionen geboten werden.

Welche aktuellen Neuerungen gelten nun für den Investitionsabzugsbetrag ab 2020?

Die noch im Gesetzesentwurf geplante Herabsetzung der Mindestnutzung für die betreffenden Wirtschaftsgüter, welche eine Grenze von mindestens 50% betrieblicher Nutzung vorsah, konnte nicht umgesetzt werden. Es gilt daher weiterhin, dass die Nutzung zu mehr als 90% durch den Betrieb zu erfolgen hat. Die Gewinngrenze für die Inanspruchnahme fällt nun jedoch mit 200.000 € deutlich höher aus und gilt zudem einheitlich für alle Einkunftsarten. Eine Ausweitung der steuerlichen Förderung durch den Gesetzgeber ergibt sich dadurch, dass die begünstigten Investitionskosten zur Bildung des Investitionsabzugsbetrags von 40 % auf 50 % angehoben worden sind.

Neu ist auch die Begünstigung durch den Investitionsabzugsbetrag für längerfristig vermietete Wirtschaftsgüter des Vermieters, welche sich länger als drei Monate in einem Mietverhältnis befinden. Der Mieter profitiert durch diese Neuregelung nicht. Die Änderungen für die Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen und Sonderabschreibungen gelten bereits für nach dem 31.12.2019 endende Wirtschaftsjahre, also ab dem Jahr 2020.

Bei Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.